2012 Chorreise vom 26. August

Am Sonntag, 26. August war es soweit.

Auf dem Kirchenplatz stand ein Carmobil und erwartete eine frohgemute Schar Sängerinnen und Sänger zur Fahrt in’s Blaue.

Oder wird es eine Fahrt auf dem Blauen oder Trüben.

Auf jeden Fall, ahnte niemand wie stürmisch die Reise noch werden wird.

Und schon waren wir ostwärts unterwegs. Die Fahrt war lang.

Es war auch weit und damit man Zeit sparen konnte, trugen Käthi und Yolanda, wohl vermerkt ohne Zwischenfälle, den Kaffee und die „Gipfeli“ durch den ganzen Car zu den Reisenden.

Dann Ankunft in Arbon am Bodensee. Nicht ganz, denn die Zufahrt zum Hafen war abgesperrt

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Bodenseerundfahrt war an diesem Wochenende angesagt.

Nachdem wir uns vom Schrecken erholt hatten, dass wir nun doch keine Velos mieten müssen und auf die Rundfahrt gehen, machten wir uns zu Fuss in Richtung Hafen. Glücklicherweise begegneten wir unterwegs einem gewissen Häuschen.

Man musste lange warten, wenn man musste. Und es mussten alle.

Im Hafen angekommen wurde von der Reiseleitung ein Gläschen Weisswein kredenzt. Vielleicht haben wir im Car den Kaffee zu schnell getrunken, auf jeden Fall waren wir etwas zu früh angekommen und es blieb noch Zeit um entweder das emsige Treiben der Bodenseerundfahrt zu betrachten oder einfach bei einem kleinen Rundgang die Aussicht auf den Bodensee zu geniessen.

Nur ein kleiner Rundgang  - nicht um den Bodensee.

Ja da schaute unsere Dirigentin verzückt über das Wasser und sagte, da waren wir doch kürzlich an den Festspielen, das war so toll.

Aber wo hinter dieser Wasserweite ist denn nun eigentlich Bregenz?

Ja und dann hat uns Käthi zusammengerufen und wir sind zielstrebig zu den Anlegestellen marschiert.

War es nun Pier 1 oder 3 oder doch 1.

Als dann am Pier 1 ein wunderschönes modernes Schiff anlegte und wir einsteigen wollten, hat Käthi entschieden, das ist zu schön für uns, das nehmen wir nicht, wir nehmen das nächste.

Und dann – dann kam die „Säntis“. „Unser Glunggefuherwärch.“

Nicht mehr ganz alle stiegen, nachdem sie einen Blick auf die Wellen im Bodensee getan hatten, frohgemut in’s Schiff.

Die „Säntis“ legte ab und stach in’s schwäbische Meer.

Je mehr das Ufer zurückblieb, um so mehr fing die „Säntis“ an zu kämpfen - mit den Wellen.

Einige Sänger haben das sehr genossen --- andere weniger.

Die Sängerschar aus Luterbach hat in der Zwischenzeit im Vorschiff Aufstellung bezogen, resp. hat sich an die gedeckten Tische gesetzt.

Schon bald wurde das „Käpten’s – Dinner“ serviert.

Der Kapitän konnte zwar nicht anwesend sein, weil er mit den Wellen und den Anlegestellen kämpfen musste.

Dafür haben wir fleissig Kapitänswein genossen.

Die „Säntis“ überquerte den Bodensee, wieder zurück und putschte zuerst in Lagenargen, dann in Rorschach und Horn an. Wir entstiegen dem Schiff wieder in Arbon. Auf dem Rückmarsch begegneten wir wieder dem begehrten Häuschen.

Der Andrang wäre gar nicht so nötig gewesen, weil danach eine kurze Fahrt nach St. Gallen bevorstand.

Dort wanderten wir zum Museum für St. Galler-Stickereien. Ja was es hier alles zu sehen gab.

Da staunten die Laien und die Fachfrauen wunderten sich.

Waren es nun die ganz pompösen alten Paramenten oder der Filmausschnitt „Modeschau“ von Fellini’s Film „Roma“ der die Gemüter so bewegte?

Auf jeden Fall konnte man sich auf dem anschliessenden gemütlichen Spaziergang in’s Klosterviertel wieder beruhigen.

Und dann stand die Sängerschar vor der Kathedrale.

Wenn man am rechten Ort stand, konnte man die schönste sakrale Barockfassade der Schweiz bewundern.

Einen wunderbaren Moment durften wir alle erleben, als wir in der Kathedrale die Lieder „Tibie pajom“ und „Laudate omnes gentes“ erklingen liessen.

Es hat so schön getönt.

Aber das St. Gallusglöcklein, die älteste Glocke des christlichen Abendlandes, hat trotzdem nicht geläutet, aber wir haben sie bewundert.

Und dann haben wir uns wieder unserem Carchauffeur anvertraut, der uns auf direktem Weg nach Niederbipp zum Restaurant Bären brachte.

Bei einem feinen „Znacht“ und vielen schönen Lieder, liessen wir diese herrliche Vereinsreise, organisiert von Käthi Moser und Yolanda Nussbaumer, ausklingen.

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